Rund ums Büro halten sich einige Annahmen hartnäckig: Homeoffice spart Fläche. Ein schönes Büro schafft eine gute Kultur. Und an die neue Arbeitswelt werden sich die Mitarbeitenden schon gewöhnen. Klingt auf den ersten Blick plausibel. In der Praxis sieht es oft anders aus. Wir räumen mit vier Büromythen auf, die uns in unserer täglichen Arbeit immer wieder begegnen.
Mythos 1: «Büro isch Infrastruktur, kes Strategiethema.»
Die Realität: Die Büroinfrastruktur verschlingt Jahr für Jahr ein Vermögen und gehört meist zu den drei grössten Fixkosten eines Unternehmens. Gleichzeitig ist das Büro weit mehr als Fläche, Tische und Stühle. Die Arbeitsumgebung ist dafür verantwortlich, wie Menschen zusammenarbeiten, kommunizieren und ihre Arbeit erledigen. Es beeinflusst unter anderem die Unternehmenskultur und die Effizienz eines Unternehmens stark mit. Auch die Arbeitgeberattraktivität für bestehende, aber auch neue Talente ist dabei nicht zu unterschätzen.
Richtig wäre: «Üsi Arbeitswäut isch Teil vo üsere Unternähmensstrategie.»
Mythos 2: «Homeoffice reduziert Flächi outomatisch.»
Die Realität: Weniger Menschen gleichzeitig im Büro bedeutet nicht automatisch weniger benötigte Fläche. Hybrides Arbeiten verändert vor allem, wofür die Fläche gebraucht wird: weniger klassische Einzelarbeitsplätze, dafür mehr Raum für Austausch, Zusammenarbeit, Begegnung und konzentriertes Arbeiten. Wir sollten uns also die Frage stellen: Welche Fläche benötigen wir noch? Und wie muss die Fläche gestaltet sein, um unsere Arbeitsweise und unsere Kultur optimal zu unterstützen?
Richtig wäre: «Hybrids Schaffe verändert üse Flächebedarf – nid zwingend üsi Flächi.»
Mythos 3: «Schöns Design ellei löst Kulturfrage.»
Die Realität: Ein schönes Büro kann viel. Aber keine Unternehmenskultur herbeizaubern. Gestaltung kann Werte und gewünschte Formen der Zusammenarbeit unterstützen und sichtbar machen. Gelebt werden müssen sie trotzdem von den Menschen.
Richtig wäre: «Üsi Arbeitswäut cha Kultur unterstütze. Gläbt wird sie vo üs aune.»
Mythos 4: «Die Mitarbeitende gwöhne sich de scho dra.»
Die Realität: Vielleicht. Aber «sich dra gwöhne» ist nicht dasselbe wie eine neue Arbeitswelt gerne und sinnvoll zu nutzen. Wer Mitarbeitende frühzeitig einbindet, schafft Verständnis und Akzeptanz. Menschen müssen nicht jeden Entscheid selbst treffen aber sie sollten verstehen, warum sich etwas verändert und mit ihren Bedürfnissen ernst genommen werden.
Richtig wäre: «Eine neue Arbeitswelt entsteht nicht für die Mitarbeitenden, sondern mit ihnen.»
Und was stimmt bei euch im Büro wirklich?
Arbeitswelten funktionieren nicht nach Schema F. Was für die eine Unternehmung richtig ist, kann für die nächste komplett über das Ziel hinausschiessen.
Deshalb starten wir bei Büro Bischof Bern nicht mit Möbeln, sondern mit Fragen: Wie arbeitet ihr heute? Wo wollt ihr hin? Und was muss eure Arbeitswelt leisten, damit sie euch dabei unterstützt?
Ihr möchtet wissen, welche Büromythen sich bei euch eingeschlichen haben? Lasst uns gemeinsam hinschauen. Bodenständig, ehrlich, «iiwandfrei».
